Infos zur Hypnosetherapie

Warum Hypnosetherapie

Warum wenden wir medizinische Hypnose zur Therapie an?

Innerhalb der Hypnosetherapie gibt es verschiedene Herangehensweisen, die eine hohe Wirkintensität aufweisen. Zwei grundsätzliche Herangehensweisen bilden der suggestive- und der analytische Ansatz. Gerade im Rahmen der Therapie von Ängsten hat sich oft eine Kombination von analytischen und suggestiven Vorgehen bewährt.

Die Idee in der klassischen Psychoanalyse nach Siegmund Freud ist es, die meistens in der frühen Kindheit liegende Ursache für die Störung aufzuspüren. Ist die Ursache gefunden, dann löst sich auch die Symptomatik. Das ist natürlich nur eine ganz grobe Beschreibung, zeigt aber den analytischen Gedanken der Therapiemethode.

Die Verhaltenstherapie geht grundsätzlich davon aus, dass eine Störung auf erlerntes Verhalten (z.B. Konditionierung) zurückzuführen ist. Was erlernt wurde, kann dann auch wieder verlernt werden. Hierbei handelt es sich also grob gesagt um eine Methode, die die Symptomatik im Focus hat.

In der Hypnotherapie ist es möglich, die Hypnose sowohl analytisch als auch suggestiv einzusetzen. Welche Ansatz (oder ggf. eine Kombination in der Vorgehensweise) jeweils zur Anwendung kommt entscheidet sich einerseits an der Persönlichkeit des Patienten und andererseits an der Beschaffenheit der Störung.

Wir wenden die Hypnosetherapie an, weil diese Methode eine hohe Flexibilität hat und wir in relativ kurzer Zeit gute Erfolge erzielen können. Die Hypnosetherapie ist natürlich nicht für jede Störung geeignet. Ob sie für Sie geeignet ist, werden wir in unserem ersten Gespräch klären.

Wie ist der grundsätzliche Ablauf einer Therapie

In dem ersten Vorgespräch werden wir Ihre Problemstellung erörtern, führen eine Anamnese durch und erstellen für die Diagnostik einen Psychopathologischen Befund.

Nachdem die Diagnose feststeht werden wir die Therapiemöglichkeiten gemeinsam besprechen. bzw. legen Ihre Wünsche und Ziele fest und erklären Ihnen den weiteren Ablauf und klären weitere relevante Fragen (z.B. die zu erwartenden Kosten der Therapie).

Anschließend, bzw. in dem nächsten Termin beginnen wir die eigentliche Therapie oder Hypnose-Anwendung (wie z.B. die Raucherentwöhnung).

Bei der eigentlichen Hypnosesitzung brauchen Sie in keiner Weise Bedenken zu haben, dass Ihnen irgendetwas suggeriert würden, was nicht zu Ihrem Wohl wäre.
Zudem verfügt Ihr Unterbewusstsein über eine Art Schutzfunktion, die nichts zulassen würde, was ihnen wirklich schaden könnte. Im Grunde genommen hypnotisieren sie sich selber. Ihr Therapeut, bzw. Hypnotiseur ist im übertragenen Sinne nur der Kutscher, der Sie dabei unterstützt den richtigen Weg einzuschlagen. Sie müssen hierbei die Endscheidung über den zu fahrenden Weg selber treffen.

Bei unseren Anwendungen bekommen Sie die gesamte Sitzung mit und sind jederzeit ansprechbar. Sie können sich anschließend auch an alles erinnern.

In der Nachbesprechung analysieren wir das Erlebte, wir klären Ihre offenen Fragen, und leiten ggf. die nächsten therapeutischen Schritte davon ab.

Das Wichtigste aber ist...
...ein vertrauensvoller Umgang ist absolute Voraussetzung für eine gelungene Therapie. Versuchen sie bitte nicht dagegen zu arbeiten, sondern verschweigen Sie keine relevanten Informationen und lassen sie sich vertrauensvoll fallen. Ihr Unterbewusstsein und wir, werden es niemals zulassen, dass ihnen geschadet wird.

Was versteht man unter der Trance im Rahmen der Hypnose?

Die Trance ist ein Zustand, der durch die Hypnose induziert wird. Dieser Zustand wird herbeigeführt, indem das Bewusstsein angeregt wird, sich nur auf einige wenige Dinge zu konzentrieren, wie z.B. die Sprache des Hypnotiseurs. Dieser Zustand tritt auch abgeschwächt im Alltag auf, wenn wir uns z.B. beim Lesen auf ein Buch konzentrieren. Selbst wenn wir dieses Buch auf einem lauten Bahnsteig lesen, können wir so vertieft in die Handlung sein, dass wir die Umgebung nicht mehr bewusst wahrnehmen.

Ist es ihnen bei einer Fahrt auf der Autobahn nicht auch schon so gegangen, dass ihnen nicht bewusst war, wie sie die letzten Kilometer zurückgelegt haben. Es ist Ihnen nicht bewusst, weil sie vielleicht in Gedanken versunken waren. Sie können aber sicher sein, dass ihr Unterbewusstsein noch alles weiß!

Was ist mit dem Unterbewusstsein gemeint?

Unter dem Unterbewusstsein können im Rahmen der Hypnose alle innerhalb des Menschen befindlichem unbewussten Abläufe verstanden werden (wie z.B. die Steuerung von Atmung oder Herzschlag, aber auch bestimmte automatisierte, erlernte, oder teilweise fehlgesteuerte Verhaltensweisen). Diese vielfältigen Funktionen des Unterbewusstseins, werden in Rahmen der Hypnose oftmals auf einen "internen Ansprechpartner" reduziert, um somit einen griffigeren Zugang zum Unterbewusstsein zu erhalten. Streng genommen handelt es sich hierbei um bestimmte Areale im Gehirn, die für verschiedene Funktionen verantwortlich sind (z.B. das Sprachzentrum, etc.).

Im Normalzustand nimmt das Bewusstsein verschieden Reize gleichzeitig auf, und ist mit der Verarbeitung dieser Reize beschäftigt. Das Unterbewusstsein tritt dabei stark in den Hintergrund. Der direkte Zugang zum Unterbewusstsein, wird durch das sehr aktive Bewusstsein, verhindert.

Durch die Konzentration des Bewusstseins auf nur eine Sache ermüdet es, und tritt gegenüber dem Unterbewusstsein zurück. Unter dieser Konstellation kann das Unterbewusstsein gezielt angesprochen, und positiv stimuliert werden.

Kommt es in der Trance zum Kontrollverlust?

In eine Trance zu gehen, zu verweilen, und wieder aus ihr herauszukommen, ist ein völlig freiwilliger Vorgang. Der Klient hat in der Regel jederzeit die Kontrolle über die Hypnose, außer bei sehr tiefen Trancen, wie sie z.B. bei einer hypnotischen Anästhesie angewendet werden .
Diese sehr tiefen Trancezustände benötigen wir aber nicht für Ihre Therapie, sie wären sogar kontraproduktiv, weil wir ja teilweise in der Trance mir Ihnen kommunizieren.

Kann es sein, dass ich nach der Hypnose nicht mehr aufwache?

Eine weitläufige Befürchtung ist es, nicht mehr aus der Hypnose zu erwachen. Diese Befürchtung ist aber völlig unbegründet. Sollte die Trance tatsächlich einmal so tief werden, dass die Kommunikation unterbrochen ist, würde die Trance automatisch in einen normalen Schlaf übergehen, und der Klient nach einiger Zeit ausgeruht aufwachen.

Medizinische Hypnose vs. Show-Hypnose

Die von uns praktizierte medizinische Hypnose nach Milton H. Erickson , hat nichts gemeinsam mit den leider oft reißerischen Berichterstattungen mancher Medien. Sie hat erst recht nichts mit der populären Show-Hypnose gemein. Show-Hypnose funktioniert tatsächlich, allerdings sind nur ca. 25 % der Bevölkerung zu einer derart tiefen Trance fähig, und der Show-Hypnotiseur greift geschickt in seine Trickkiste, um durch ein mehrstufiges Ausschlussverfahren, die empfänglichen Kandidaten aus der Menge auszuwählen, und das Publikum anschließend zu belustigen.
Diese Art der Hypnose führen wir selbst bei einer Tiefenendspannung nicht durch. Sie beinhaltet in keiner Weise einen Nutzen für den Hypnotisanden (die hypnotisierte Person), sondern kann ihm im Gegenteil schaden (z.B. evtl. keine ausreichende Ausleitung der Hypnose für den Einzelnen, Persönlichkeitsverletzung durch die zur Schau Stellung, Verletzungsgefahr durch gefährliche Aktionen, etc.). Die Personen haben sich hierzu freiwillig zur Verfügung gestellt und sind sich der der damit verbundenen zur Schau Stellung bewusst.

Link zum Beitrag von SpiegelTV

Zum Beitrag, aufs Bild klicken

Sehen Sie hier (durch Klick auf die Grafik), einen wie wir finden sehr guten, 44 minütigen Beitrag von SpiegelTV, wie Hypnose funktioniert. Mit Beiträgen zur Raucherentwöhnung, Trauma nach Autounfall und einer OP unter Trance.